Reg­u­la Lee­mann

Regula-Leemann_KV-lachs

Tanz- und Bewegungstherapie

REssourcen- und Porzessorientierte Körpertherapie in Winterthur

Was ist Tanz- und Bewegungstherapie?

Die Tanz- und Bewe­gungs­ther­a­pie ist eine

Fachrich­tung der Kun­st­ther­a­pie und eine kör­per­or­i­en­tierte, psy­chother­a­peutis­che Meth­ode.

In der prozes­sori­en­tierten Tanz- und Bewe­gungs­ther­a­pie nach iac (Inte­gra­tives Aus­bil­dungszen­trum Zürich) verbinden sich unter­schiedliche tanz‑, bewe­gungs- und kör­perther­a­peutis­che Ansätze mit der Prozesspsy­cholo­gie nach Arnold Min­dell. Ergänzend kön­nen ressourcenori­en­tierte Imag­i­na­tion­sar­beit, innere Bilder sowie kreative und gespräch­sori­en­tierte Meth­o­d­en in den ther­a­peutis­chen Prozess ein­fliessen.

Unser Kör­p­er zeigt oft, was uns inner­lich bewegt – über Hal­tung, Atem, Span­nung, Bewe­gung oder kör­per­liche Empfind­un­gen. Manch­mal wer­den Gefüh­le, Bedürfnisse oder per­sön­liche The­men im Kör­p­er spür­bar, bevor wir Worte dafür find­en.

Durch die bewusste Wahrnehmung von Kör­perempfind­un­gen, Gefühlen, Hal­tung, Bewe­gung sowie Atem und Stimme kann ein Zugang zum eige­nen Erleben entste­hen. Muster kön­nen bewusster wahrgenom­men, Ressourcen gestärkt und neue Erfahrun­gen ermöglicht wer­den. Dabei geht es nicht darum, Bewe­gun­gen richtig auszuführen oder etwas Bes­timmtes leis­ten zu müssen. Im Mit­telpunkt ste­hen dein per­sön­lich­es Erleben und das, was sich im Moment zeigt.

 

Körperorientierte Arbeit mit inneren Anteilen

Ein beson­der­er Schw­er­punkt mein­er Arbeit liegt in der Verbindung von Kör­per­ar­beit und der Arbeit mit inneren Per­sön­lichkeit­san­teilen. Dabei fliessen Meth­o­d­en aus der Ego-State-Ther­a­pie sowie aus dem Inter­nal-Fam­i­ly-Sys­tems-Mod­ell (IFS) nach Richard Schwartz ein.

Wir alle ken­nen unter­schiedliche Seit­en in uns: Vielle­icht gibt es einen kri­tis­chen oder leis­tung­sori­en­tierten Anteil, eine ängstliche oder ver­let­zliche Seite oder einen Anteil, der ver­sucht, alles unter Kon­trolle zu behal­ten. Gle­ichzeit­ig tra­gen wir auch ressourcenre­iche Anteile in uns, die mit Mut, Lebendigkeit, Ruhe, Ver­trauen oder inner­er Stärke ver­bun­den sein kön­nen.

Diese Anteile kön­nen sich nicht nur in Gedanken und Gefühlen zeigen, son­dern auch über Kör­perempfind­un­gen, Hal­tung, Atem, Span­nung oder Bewe­gungsim­pulse. In der ther­a­peutis­chen Begleitung kön­nen wir ihnen acht­sam begeg­nen, ihre Auf­gaben und Bedürfnisse bess­er ver­ste­hen und die Verbindung zu unter­stützen­den, ressourcenre­ichen Anteilen stärken.

Mögliche Wege in der therapeutischen Begleitung

Je nach deinem Anliegen und dem, was sich im Moment zeigt, kön­nen unter­schiedliche kör­per­or­i­en­tierte, kreative und gespräch­sori­en­tierte Meth­o­d­en in die Begleitung ein­fliessen:

  • Körper‑, Gefühls- und Atemwahrnehmung
    Innehal­ten, bewusst spüren und im Kör­p­er sowie im Hier und Jet­zt ankom­men.
  • Acht­same Bewe­gung und Bewe­gungsent­fal­tung
    Eigene Bewe­gungsim­pulse wahrnehmen, ihnen Raum geben und neue Aus­drucksmöglichkeit­en ent­deck­en.
  • Spiegeln und Res­o­nanz
    Bewe­gun­gen acht­sam aufnehmen und zurück­geben, sodass inneres Erleben wahrnehm­bar und sicht­bar wer­den kann.
  • Arbeit mit inneren Anteilen
    Unter­schiedlichen Per­sön­lichkeit­san­teilen begeg­nen, ihre Auf­gaben ver­ste­hen und ressourcenre­iche Ego-States stärken.
  • Innere Bilder und Imag­i­na­tion­sar­beit
    Innere Bilder nutzen, um Kraftquellen zu aktivieren, Sicher­heit zu fördern und neue Möglichkeit­en entste­hen zu lassen.
  • Auf­stel­lungs- und Ver­rau­mungsar­beit
    Beziehun­gen, innere Kon­flik­te oder Per­sön­lichkeit­san­teile im Raum sicht­bar machen. Dadurch kön­nen Zusam­men­hänge aus unter­schiedlichen Per­spek­tiv­en betra­chtet und mehr Klarheit im inneren Erleben gewon­nen wer­den.
  • Nähe, Dis­tanz und per­sön­liche Gren­zen
    Den per­sön­lichen Raum erkun­den und wahrnehmen, wie viel Nähe oder Abstand stim­mig ist. Eigene Gren­zen erken­nen und zum Aus­druck brin­gen.
  • Rol­lenar­beit und kreative Aus­drucksmöglichkeit­en
    Neue Hal­tun­gen, Rollen oder Sichtweisen spielerisch erproben – beispiel­sweise mit Bewe­gung, Sym­bol­en, Malen oder Schreiben.
  • Gespräch und gemein­same Reflex­ion
    Erfahrun­gen einord­nen, Zusam­men­hänge ver­ste­hen und mögliche Impulse in den All­t­ag über­tra­gen.

Muss ich dafür tanzen können?

Du brauchst keine tänz­erischen Vorken­nt­nisse und musst auch nicht beson­ders beweglich sein. Tanz- und Bewe­gungs­ther­a­pie kann im Sitzen, Ste­hen oder in ein­er für dich passenden Posi­tion stat­tfind­en.

Manch­mal entste­ht eine grössere Bewe­gung, manch­mal ist es nur eine kleine Verän­derung der Hal­tung, ein bewusster Atemzug, eine Kör­perempfind­ung oder ein inneres Bild. Auch das Gespräch und Momente der Stille gehören zur ther­a­peutis­chen Begleitung.

Entschei­dend ist nicht, wie eine Bewe­gung aussieht, son­dern wie du sie erleb­st und was sie für dich per­sön­lich bedeutet.

Fachliche Grundlagen, Literatur und Podcast

In meine Arbeit fliessen unter­schiedliche tanz‑, bewe­gungs- und kör­perther­a­peutis­che Ansätze sowie Wis­sen aus der Psy­cholo­gie ein. Für Inter­essierte find­est du hier eine Auswahl an Fach­lit­er­atur und eine Pod­cast-Empfehlung, die meine ther­a­peutis­che Hal­tung und Arbeitsweise prä­gen.